BAUMEISTER stellt die komplexe Arbeitswelt von Architekten dar und zeigt Architektur in ihrer ganzen Emotionalität und Faszination. Spannendste Architekturprojekte, herausragende Innenarchitektur und Designinnovationen sowie Interviews mit den wichtigsten Köpfen der Branche. In vor Ort recherchierten Reportagen und exklusiven Essays werden die zentralen Fragen der Architekturwelt thematisiert.
Der Kreis ist trügerisch
Ins Gleichgewicht kommen • Wie konsequent können Architektinnen und Architekten heute schon auf eine Kreislaufwirtschaft setzen? Sicher, dabei gibt es sehr viel zu beachten. Aber braucht es nicht trotz aller Komplexität vor allem die Freude am Bauen, um die Architektur retten zu können?
Belassen, reparieren, ergänzen • Um die ansässigen Kleingewerbebetriebe bei niedrigeren Mieten halten zu können, haben Bauherrschaft und Architekturbüro keine Mühe gescheut, möglichst viel vom Bestand zu erhalten und für die neue Aufstockung möglichst viel Material von Abrissbaustellen wiederzuverwenden. Für die Mieter entstanden bessere Bedingungen in einer vertraut-sympathischen Material-Collage.
Von der Decke zum Haus • Für den Erfolg von Unternehmen ist nachhaltige Firmenarchitektur ein wichtiges Aushängeschild geworden. Im aufstrebenden Basler Gewerbegebiet Allschwil für Life Science, Forschung und Pharma schafft ein Investor und Entwickler flexible Büroflächen deshalb genau unter dieser Prämisse. Für das Bürohaus „Hortus“ auf dem Gelände hat das Projektteam den Entwurfsprozess dafür sogar auf den Kopf gestellt. Entstanden ist ein akribisch entworfenes Leuchtturmprojekt, das keines bleiben soll.
„Die aktuelle Nutzung ist nur geliehen“ • Zirkularität heißt, das gesamte Leben von Gebäude und Bauteil mit- und weiterzudenken. Bauteile haben eine unterschiedliche Lebensdauer und sollten von hoher Qualität, demontierbar, reparierbar und austauschbar sein. Es geht um eine Art Unversehrtheit. Bei diesem Gebäude aus den späten 1960er-Jahren haben Eigentümer und Architekten besonders viel Gefühl für Bestand und Entstehungszeit bewiesen.
ReUse-Rokoko • Zirkularität - ein schwieriger Prozess, der dringend gelungene Beispiele braucht wie dieses hier. Die Transformation einer ehemaligen Polizeikaserne im Süden von Brüssel ist im ersten Bauabschnitt abgeschlossen, in Betrieb und erweist sich als beeindruckende Collage aus Recycling und Wiederverwendung.
Wohnen an der „Kreuzung der Welt“
Zeichen einer verschwundenen Zeit • Die Londoner Serpentine-Galerie konnte Marina Tabassum und ihr Team aus Bangladesch für einen Entwurf des alljährlichen Pavillons gewinnen. Und wieder ist ein Zeitdokument gegenwärtiger Architekturströmungen entstanden, wie auch in den letzten 25 Jahren, seit es die Idee des Serpentine-Pavillons im britischen Sommer gibt.
Die Entmaterialisierung der Zirkularität • Zirkularität war einst eine planerische Option. Heute ist sie ein Glaubensbekenntnis. Wer sich dazu bekennt, gehört zur Zukunft. Wer es nicht tut, riskiert Ausschluss, Schuld, Verdacht. In einer Zeit, in der jedes Bauteil nach seinem Lebenszyklus befragt wird und selbst das Schraubgewinde einen Rückbauplan braucht, scheint der Kreislauf zur höchsten architektonischen Wahrheit aufgestiegen zu sein. Zirkularität verheißt Reinheit, Erlösung, moralische Überlegenheit - und damit weit mehr als nur technologische Vernunft.
Kleines Werk Treffpunkt Gleis 1
Sonderführung I WEtransFORM Zur Zukunft des Bauens
Sonderführung II „Wohnkomplex. Kunst und Leben im Plattenbau“
Unterwegs Irish Sky Garden im Liss Ard Estate • Ganz im Süden Irlands liegt, kaum bekannt, ein Landsitz in herrlicher Gegend: das „Liss Ard Estate". Es überrascht seine Gäste mit einer denkwürdigen Geschichte und einem Kunstwerk von James Turrell.
Innovationen Fassade • Fassaden bestimmen als...